Die zentralen Vorteile: Warum genossenschaftliches Wohnen besser ist als Mieten oder Kaufen?
17. April 2025 17:15
Auf der Suche nach einer bezahlbaren Genossenschaftswohnung in Zürich? Dieser Ratgeber stellt die wichtigsten Akteure vor, gibt wertvolle Suchtipps und einen Marktüberblick für die erfolgreiche Wohnungssuche.
Einführung – Herausforderungen am Wohnungsmarkt und neue Lösungswege
Die Wohnungssuche in der Schweiz kann schnell frustrierend werden. In beliebten Regionen und Städten übersteigt die Nachfrage das Angebot bei Weitem – freie Wohnungen sind Mangelware. So lag die Leerstandsquote 2023 in Städten wie Lausanne bei 0,5 %, in Winterthur bei 0,2 % und in Zürich bei kaum noch 0,1 % – praktisch jede Wohnung ist vergeben. Gleichzeitig sind die Mietpreise in den letzten Jahren stark gestiegen; 2024 erlebte die Schweiz den stärksten Mietenanstieg seit 20 Jahren. Für viele Haushalte wird Wohnen damit zur Belastung. Und was ist mit Kauf? Wohneigentum ist für die meisten kaum erreichbar, denn nur etwa 36 % der Schweizer Haushalte wohnen im Eigenheim (mehr Infos) – die Mehrheit muss also mieten. Zwischen teuren Mieten und unbezahlbarem Eigentum suchen immer mehr Menschen nach einem dritten Weg.
Genossenschaftliches Wohnen bietet genau diesen dritten Weg. Wohnbaugenossenschaften sind ein alternatives Wohnmodell, das langfristig bezahlbaren Wohnraum schafft – weder klassisches Mieten noch volles Eigentum, sondern etwas dazwischen. In diesem Blogbeitrag schauen wir uns an, was genossenschaftliches Wohnen genau bedeutet und warum es für Einzelpersonen, Paare und Familien auf der Suche nach bezahlbarem, langfristigem Wohnraum in der Schweiz oft die bessere Option ist als herkömmliches Mieten oder Kaufen. Wir erklären verständlich und ausführlich die Vorteile, räumen mit Vorurteilen auf und geben Tipps, wie man eine passende Genossenschaft findet.
Was ist genossenschaftliches Wohnen?
Unter genossenschaftlichem Wohnen versteht man das Wohnen in einer Wohnbaugenossenschaft. Eine Wohnbaugenossenschaft ist ein Zusammenschluss von Personen mit dem Ziel, guten und preisgünstigen Wohnraum für alle zu schaffen. Statt Wohnungen gewinnorientiert zu vermieten, arbeiten diese Organisationen gemeinnützig: Sie bauen oder erwerben Wohnungen und vermieten sie an ihre Mitglieder zum Selbstkostenpreis. Wer in einer Genossenschaft wohnt, ist nicht einfach Mieter, sondern zugleich Mitglied und Miteigentümer der Genossenschaft (durch den Erwerb von Anteilscheinen). Dadurch trägt man Verantwortung für die Gemeinschaft, hat aber auch Mitspracherecht. Häufig spricht man deshalb von einem „dritten Weg“ zwischen Miete und Eigentum.
Wichtig: Genossenschaftlich wohnen heisst nicht, dass man weniger Privatsphäre hätte oder in einer Art Kommune leben muss. Jede Familie, jedes Paar, jede Einzelperson hat ihre eigene Wohnung wie in jedem Mietshaus. Der Unterschied liegt vielmehr in den Besitz- und Organisationsverhältnissen: Die Wohnungen gehören der Genossenschaft – und damit indirekt allen Mitgliedern gemeinsam – und nicht einem privaten Vermieter, der Profit machen möchte. Statt einer Mietkaution zahlt man beim Einzug einen Genossenschaftsanteil (Anteilschein), durch den man Mitglied wird. Dieser wird beim Auszug in der Regel zurückgezahlt. Somit bleibt man flexibel wie ein Mieter, hat aber gleichzeitig Rechte und Vorteile ähnlich einem Eigentümer, allerdings ohne den finanziellen Ballast eines eigenen Immobilienkaufs.
Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick
Warum also überlegen sich so viele Schweizerinnen und Schweizer, einer Wohnbaugenossenschaft beizutreten? Die Vorteile dieses Wohnmodells sind vielfältig – hier die zentralen Pluspunkte einfach zusammengefasst:
- Deutlich günstigere Wohnkosten: Genossenschaften vermieten zu Selbstkostenpreisen statt zur maximalen Marktmiete. Sie wollen mit Wohnungen keinen Profit erwirtschaften, sondern nur die Ausgaben decken (Bau, Unterhalt, Verwaltung). Dadurch liegen die Mietzinse meist spürbar unter dem Marktüblichen. Schätzungen gehen von durchschnittlich 15–25 % günstigeren Mieten aus, je nach Region – in Zürich sind Genossenschaftswohnungen laut Statistik sogar 20 bis 40 % billiger als vergleichbare Wohnungen privater Vermieter. Das kann Hunderte Franken Ersparnis pro Monat bedeuten. Diese finanzielle Entlastung macht gerade für Familien und kleinere Einkommen einen enormen Unterschied.
- Soziale Gemeinschaft und Nachbarschaft: In Genossenschaften wird Nachbarschaft grossgeschrieben. Viele Baugenossenschaften fördern ein aktives Gemeinschaftsleben in ihren Siedlungen, mit gemeinsamen Anlässen, Begegnungsräumen, Gärten oder Spielplätzen. Man kennt seine Nachbarn und unterstützt sich gegenseitig – das schafft ein herzliches, nachbarschaftliches Umfeld, in dem man sich zuhause fühlt. Wichtig: Niemand wird gezwungen, an Gemeinschaftsaktivitäten teilzunehmen. Aber die Möglichkeit, Teil einer engagierten Nachbarschaft zu sein, ist für viele ein Plus gegenüber der Anonymität, die in gewöhnlichen Mietshäusern oft herrscht.
- Langfristig bezahlbar (kein Preisschock): Genossenschaftswohnungen sind der Spekulation entzogen – sie dürfen nicht einfach gewinnbringend weiterverkauft werden. Das heisst, die Wohnungen bleiben im Besitz der Genossenschaft und damit dauerhaft günstig. Bewohner müssen nicht fürchten, dass ihre Wohnung plötzlich an einen Investor verkauft wird, der die Miete exorbitant erhöht. Preisanpassungen gibt es natürlich, aber sie richten sich nach realen Kosten (z.B. Unterhalt) und nicht nach Gewinninteressen. Wer genossenschaftlich wohnt, kann also langfristig planen und hat die Sicherheit, dass sein Zuhause bezahlbar bleibt – auch noch in 10 oder 20 Jahren.
- Hohe Wohnsicherheit und Stabilität: Mitglieder einer Genossenschaft geniessen ein besonderes Wohnrecht und können nicht einfach gekündigt werden wie normale Mieter. Solange man sich an die Hausregeln hält und den genossenschaftlichen Grundsätzen treu bleibt, hat man praktisch ein lebenslanges Wohnrecht. Diese Sicherheit ist ein unschätzbarer Vorteil: Man muss nicht alle paar Jahre um die Verlängerung des Mietvertrags bangen oder Angst haben, die Wohnung zu verlieren. Genossenschaftsbewohner können ruhiger schlafen, weil ihr Zuhause ihnen auf unbestimmte Zeit zur Verfügung steht. Diese Stabilität gibt besonders Familien mit Kindern ein gutes Gefühl, aber auch älteren Menschen oder allen, die einfach ankommen und bleiben möchten.
- Mitbestimmung und Mitgestaltung: Anders als bei privaten Mietwohnungen hat man in der Genossenschaft eine Stimme. Jedes Mitglied kann an der Generalversammlung teilnehmen, über wichtige Entscheidungen abstimmen und den Vorstand mitwählen. Man hat also Mitspracherecht, was mit dem eigenen Wohnhaus und der Siedlung passiert – sei es die Planung einer Renovation, die Gestaltung gemeinsamer Gärten oder die Aufnahme neuer Mitglieder. Wer möchte, kann sich noch stärker einbringen, etwa im Vorstand oder in Arbeitsgruppen, und somit das Wohnumfeld aktiv mitgestalten. Diese demokratische Mitbestimmung fördert nicht nur die Identifikation mit dem Zuhause, sondern stellt auch sicher, dass die Genossenschaft im Interesse ihrer Bewohner handelt. Kurz: Ihre Meinung zählt! In welcher Mietwohnung kann man das schon behaupten?
- Geringeres finanzielles Risiko: Im Vergleich zum Kauf einer Immobilie erfordert genossenschaftliches Wohnen kein hohes Eigenkapital und birgt weniger finanzielle Risiken. Man muss keine grossen Hypothekarschulden aufnehmen und trägt nicht das volle Risiko von Wertverlusten oder teuren Sanierungen allein. Der Genossenschaftsanteil, den man einbringt, ist überschaubar (oft einige tausend Franken, je nach Genossenschaft und Wohnungsgrösse) – weit entfernt von den Hunderttausenden, die für ein Eigenheim nötig wären. Dieses Geld ist zudem nicht verloren: Verlässt man die Genossenschaft, erhält man seinen Anteil in der Regel zurück. Für die Bewohner heisst das: bezahlbares Wohnen ohne sich fürs Leben zu verschulden.
Wie man sieht, vereint genossenschaftliches Wohnen viele Vorteile von Miete und Eigentum: Es ist so bezahlbar und flexibel wie Mieten, aber so stabil und selbstbestimmt wie Eigentum – plus einer tollen Portion Gemeinschaftsgefühl obendrauf.
Vergleichstabelle: Genossenschaftliches Wohnen vs. Miete vs. Eigentum
Um die Unterschiede und Vorteile noch klarer zu machen, vergleichen wir nun die drei Wohnformen – herkömmliches Mieten, genossenschaftliches Wohnen und Wohneigentum – in den wichtigsten Punkten:
Vergleich der Wohnformen
| Aspekt |
Genossenschaftliche Wohnung |
Mietwohnung (privat) |
Eigentum (Kauf) |
| Monatliche Kosten |
Tiefer als Marktmiete, da Kostenmiete ohne Gewinnaufschlag. Preiswertes Wohnen, Überschüsse fliessen zurück in Unterhalt. |
Abhängig vom Markt, oft hohe Mieten in begehrten Lagen. Erhöhungen möglich (z.B. nach Sanierung oder Besitzerwechsel). |
Monatliche Belastung durch Hypothek, Nebenkosten, Unterhalt. Bei tiefen Zinsen kann Wohnen günstig sein, aber aktuell oft teuer durch hohe Immobilienpreise. |
| Startkapital |
Genossenschaftsanteil statt Kaution: meist einige Tausend CHF je nach Wohnung. Wird beim Auszug zurückerstattet. Kein grosses Eigenkapital nötig. |
Mieterkaution üblich (1–3 Monatsmieten) – Geld wird blockiert, aber nach Auszug zurückgezahlt. Kein Eigentum aufgebaut. |
Sehr hoch: Eigenkapital von ~20% des Kaufpreises nötig (oft Hunderttausende CHF). Zusätzlich Notariats- und Handänderungskosten. Vermögen wird gebunden. |
| Mitbestimmung |
Ja: Mitglieder haben Stimmrecht und Einfluss auf Entscheidungen (Hausordnung, Projekte, Verwaltung). Demokratische Strukturen. |
Keine: Mieter haben in der Regel kein Mitspracherecht beim Eigentümer. Regeln werden vom Vermieter vorgegeben. |
Volle Kontrolle über die eigene Immobilie (Umbauten, Gestaltung), aber in Gemeinschaftseigentum (z.B. Stockwerkeigentum) nur Mitbestimmung innerhalb der Eigentümergemeinschaft. |
| Wohnsicherheit |
Hoch: Dauerhaftes Wohnrecht als Mitglied, Kündigung nur in Ausnahmefällen (z.B. grobe Pflichtverletzung). Sehr stabile Wohnsituation. |
Mittel: Kündigungsschutz gesetzlich vorhanden, aber Eigentümer kann unter Einhaltung der Fristen kündigen (z.B. Eigenbedarf). Unsicherheit bei Besitzerwechsel. |
Hoch: Man ist sein eigener Eigentümer – ein Verkauf „über den Kopf hinweg“ ist ausgeschlossen. Allerdings Risiko bei Zahlungsunfähigkeit (Hypothek) oder in Scheidungsfällen. |
| Gemeinschaft & Umfeld |
Stark ausgeprägt: Oft engagierte Nachbarschaft, gemeinsame Aktivitäten und solidarisches Miteinander. Gutes Netzwerk im Quartier, Familienfreundlichkeit. |
Variabel: Von anonymer Nachbarschaft bis Hausgemeinschaft ist alles möglich, hängt stark von den einzelnen Mietern ab, aber vom Vermieter nicht speziell gefördert. |
Individuell: Im Eigenheim ist man meist für sich; in Quartiergemeinschaften oder Überbauungen kommt es auf Eigeninitiative an. Kein organisierter Gemeinschaftsaspekt per se (ausser freiwilligen Nachbarschaftskreisen). |
| Verantwortung & Aufwand |
Verwaltung und Unterhalt übernimmt die Genossenschaft. Mitglieder können sich einbringen, müssen aber nicht. Kein eigener Aufwand für grosse Reparaturen – das organisiert die Gemeinschaft. |
Geringe Verantwortung: der Vermieter kümmert sich um Unterhalt. Mieter meldet nur Mängel. Kaum Aufwand, aber auch keine Einflussnahme. |
Hohe Eigenverantwortung: Alle Reparaturen, Unterhalt, Versicherung, Verwaltung trägt der Eigentümer selbst (oder gemeinschaftlich bei Stockwerkeigentum). Zeit- und kostenintensiv. |
| Flexibilität |
Mittel: Kündigungsfrist wie bei Mietwohnungen (meist 3 Monate). Wechsel der Wohnung innerhalb Genossenschaft manchmal möglich. Nachteil: Genossenschaftswohnungen sind begehrt; Wartezeiten für den Einzug können lang sein. |
Hoch: Sehr flexible Wohnform – Umzug jederzeit mit Kündigungsfrist möglich. Grosser Mietwohnungsmarkt (wenn auch umkämpft). Neuvertragsmieten können aber höher sein. |
Niedrig: Wechsel des Wohnorts erfordert Verkauf oder Vermietung der eigenen Immobilie – aufwendig, mit finanziellen Risiken (Marktlage!) verbunden. Dafür bei Bedarf Aus- oder Umbau möglich statt Umzug. |
In der Tabelle zeigt sich: Genossenschaftliches Wohnen kombiniert viele Vorteile des Mietens (moderates Startkapital, Flexibilität, kein Instandhaltungsaufwand) mit den Vorzügen des Eigentums (Mitspracherecht, Sicherheit, langfristige Perspektive) – und bietet darüber hinaus speziell noch das Element der Gemeinschaft. Zwar ist nicht alles besser – z.B. muss man eine Genossenschaftswohnung oft erst finden und es gibt Regeln der Gemeinschaft – doch unterm Strich überwiegen die positiven Aspekte deutlich, vor allem was Bezahlbarkeit und Sicherheit angeht.
Häufige Vorurteile – und warum sie nicht stimmen
Trotz dieser Vorteile zögern manche noch, wenn sie „Genossenschaft“ hören. Es kursieren einige Vorurteile oder veraltete Vorstellungen über genossenschaftliches Wohnen. Hier klären wir die gängigsten Missverständnisse auf:
- „Genossenschaftswohnungen sind nur was für Arme oder Sozialfälle.“
Richtig ist: Wohnbaugenossenschaften sind für alle Bevölkerungskreise da. Es geht um gemeinnütziges Wohnen, nicht um sozialen Wohnungsbau nur für Bedürftige. In Genossenschaftssiedlungen leben Menschen aller Einkommensschichten – vom Studenten über junge Familien bis zu Senioren. Das Ziel ist eine durchmischte Nachbarschaft, kein Stigma. Klar: Der günstigere Preis ist attraktiv für Menschen mit kleinerem Budget, aber genauso für Mittelständler, die bewusst fair und gemeinschaftlich wohnen wollen. Genossenschaft heisst miteinander, nicht arm.
- „Da braucht man ja riesiges Eigenkapital und zahlt doppelt (Miete und Genossenschaftsanteil).“
Tatsache ist: Man braucht weniger Eigenkapital als für Wohneigentum. Der Genossenschaftsanteil ist vergleichbar mit einer Mietkaution, oft einige tausend Franken. Dieses Geld ist nicht verloren – es gehört weiter Ihnen und Sie bekommen es bei Auszug zurück. Zusätzlich zahlt man die monatliche Kostenmiete, aber keine Hypothek und keine Rendite an einen Vermieter. Unterm Strich wohnt man günstiger und muss sich nicht hoch verschulden. Gerade wer sich Eigentum nie leisten könnte, findet hier eine bezahlbare Alternative ohne in eine Kostenfalle zu tappen.
- „In Genossenschaften gibt es strenge Regeln und man verliert seine Freiheiten.“
In Wirklichkeit: Das Leben in einer Genossenschaft unterscheidet sich im Alltag kaum von einer normalen Mietwohnung. Natürlich gibt es Hausordnungen – wie überall. Aber niemand schreibt Ihnen vor, wie Sie Ihren Tagesablauf gestalten. Sie können Ihre Wohnung einrichten, Gäste einladen, Ihr Leben leben, wie Sie möchten. Ja, Genossenschaften legen Wert auf ein gutes Zusammenleben: Rücksichtnahme, hin und wieder eine Versammlung – das ist aber bei jeder Nachbarschaft wünschenswert. Die Mitwirkung ist freiwillig: Sie können aktiv am gemeinschaftlichen Leben teilnehmen, müssen aber nicht. Ihre Privatsphäre bleibt gewahrt. Viele Bewohner berichten sogar, sie fühlten sich freier, weil der Druck des Marktes wegfällt – man wohnt entspannt, ohne Angst vor Kündigung oder Mietwucher.
- „Genossenschaftswohnungen sind schwierig zu bekommen – da muss man Jahre warten oder jemanden kennen.“
Ja, aber: Es stimmt, die Nachfrage ist hoch und man braucht oft Geduld. Beliebte Genossenschaften führen Wartelisten. Doch es gibt viele Genossenschaften in der Schweiz – über 1'600 in allen Landesteilen – und ständig werden Wohnungen frei oder neu gebaut. Wer flexibel ist und sich bei mehreren Genossenschaften bewirbt, hat deutlich bessere Chancen. Tipp: Nutzen Sie moderne Suchmöglichkeiten. Zum Beispiel bündelt laos.io als grösste Suchmaschine alle freien Genossenschaftswohnungen in der Schweiz an einem Ort. Dort erfahren Sie sofort, wenn irgendwo eine Genossenschaftswohnung verfügbar ist, und können sich direkt bewerben – schneller als über klassische Wartelisten. Mit etwas Ausdauer und den richtigen Tools ist der Einzug in eine Genossenschaftswohnung durchaus machbar. Lassen Sie sich von Wartezeiten nicht entmutigen – es lohnt sich!
- „Die Wohnungen sind bestimmt altmodisch oder von geringer Qualität.“
Fakt: Viele Genossenschaften setzen architektonische Massstäbe und Innovationen um. Vom modernen Minergie-Eco-Bau bis zur clever sanierten Altbausiedlung – genossenschaftlicher Wohnungsbau steht oft an der Spitze, wenn es um nachhaltiges, durchdachtes Bauen geht. Da nicht Profit im Vordergrund steht, können sich Genossenschaften auch soziale und ökologische Qualität leisten. In Zürich zum Beispiel entstanden durch Genossenschaften vielfach Pionierprojekte mit neuen Wohnformen, grünen Konzepten und tollen Gemeinschaftsräumen. Die Wohnungen sind im Allgemeinen gepflegt und werden bei Bedarf renoviert, genau wie bei anderen Vermietern – mit dem Unterschied, dass luxussanierungen und Kostenexplosionen nicht an der Tagesordnung sind. Kurz: Genossenschaftswohnungen müssen sich in Sachen Qualität keineswegs verstecken.
(Merke: Viele Vorurteile beruhen auf Einzelfällen oder veralteten Vorstellungen. Die moderne Wohnbaugenossenschaft von heute ist professionell geführt, offen für alle und eine echte Bereicherung für den Wohnungsmarkt.)
Wie finde ich eine passende Genossenschaft?
Der Entschluss steht: Genossenschaftlich wohnen klingt super – aber wie finde ich so eine Wohnung? Tatsächlich funktioniert die Wohnungssuche hier etwas anders als auf dem freien Markt. Hier ein paar Tipps, wie Sie vorgehen können:
- Informieren und Liste von Genossenschaften erstellen: Recherchieren Sie, welche Wohnbaugenossenschaften in Ihrer Wunschregion aktiv sind. Auf laos.io finden Sie Übersichten aller Genossenschaften pro Kanton. Notieren Sie sich interessante Genossenschaften und schauen Sie, ob sie aktuell freie Wohnungen oder Wartelisten haben. Achten Sie auch auf Kriterien: Einige Genossenschaften richten sich z.B. an bestimmte Gruppen (Senioren, Familien, etc.), die meisten sind aber offen für alle.
- Direkt bei Genossenschaften bewerben: Viele Genossenschaften verlangen eine schriftliche Bewerbung, oft gibt es dafür Formulare. Stellen Sie sich und Ihre Familie kurz vor und erklären Sie, warum Sie genossenschaftlich wohnen möchten. Keine Angst – es geht nicht um einen strengen Aufnahmetest, aber Motivation und etwas Geduld sind wichtig. Tragen Sie sich bei Wohnbaugenossenschaften, die Ihnen gefallen, auf die Warteliste ein.
- Online-Suche nutzen: Wie schon erwähnt, bietet die Plattform laos.io enorme Hilfe. Laos.io ist die grösste Suchmaschine für freie Genossenschaftswohnungen in der ganzen Schweiz. Statt mühsam jede Genossenschaft einzeln abzuklappern, finden Sie hier aktuelle Inserate vieler Genossenschaften auf einen Blick. Sie können z.B. nach Region filtern (Zürich, Bern, Genf, Basel etc.) und bekommen alle aktuell verfügbaren Genossenschaftswohnungen angezeigt – inklusive Angaben zu Grösse, Mietzins und Bezugstermin. Sobald eine neue Wohnung auf den Markt kommt, informiert Laos.io Sie auf Wunsch sogar per E-Mail oder WhatsApp sofort, damit Sie sich als Erste/r bewerben können. Das erhöht die Chancen enorm, denn Geschwindigkeit ist oft entscheidend. Nutzen Sie solche Tools, um keinen Anlass zu verpassen!
- Netzwerk und Mundpropaganda: Sprechen Sie mit Leuten, die bereits in einer Genossenschaft wohnen. Oft erfährt man über persönliche Kontakte von frei werdenden Wohnungen, noch bevor sie offiziell ausgeschrieben werden. Auch ein Blick in lokale Zeitungen oder Gemeindenachrichten kann nicht schaden, denn manchmal inserieren Genossenschaften dort.
- Dran bleiben: Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn es nicht sofort klappt. Je mehr Anfragen und Bewerbungen Sie laufen haben, desto grösser die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwann ein Angebot passt. Und währenddessen sammeln Sie Erfahrung im Bewerbungsprozess. Denken Sie daran: Jede Genossenschaft hat eigene Vergabekriterien; manchmal hilft z.B. Wohnortsbezug oder ein bestimmter Beruf (z.B. Gemeinden vergeben Genossenschaftswohnungen gern an lokale Schulteachers, Pflegepersonal etc.). Informieren Sie sich über die Genossenschaft – Interesse und Identifikation kommen gut an.
Wichtig: Sobald Sie eine Zusage erhalten und Mitglied werden, sollten Sie sich eventuell bei anderen Wartelisten abmelden, um dort Plätze frei zu machen. Fairplay gehört zum genossenschaftlichen Gedanken dazu.
Fazit – Ein Wohnen mit Zukunft und Herz
Die Wohnbaugenossenschaften zeigen, dass Wohnen kein Luxusgut sein muss, sondern gemeinschaftlich und fair organisiert werden kann. Genossenschaftliches Wohnen bietet langfristige Sicherheit, bezahlbare Mieten und ein menschliches Miteinander, wie es weder beim klassischen Mieten noch beim teuren Kaufen selbstverständlich ist. Für Menschen in der Schweiz, die von der Wohnungssuche erschöpft sind und sich ein dauerhaftes Zuhause wünschen, kann dieser „dritte Weg“ die ersehnte Lösung sein.
Natürlich erfordert es Offenheit für ein etwas anderes Modell und die Bereitschaft, Teil einer Gemeinschaft zu sein. Doch die Vorteile – von finanzieller Entlastung bis zu neuen Freundschaften in der Nachbarschaft – sprechen für sich. Und dank Plattformen wie laos.io war es nie einfacher, sich einen Überblick zu verschaffen und den Schritt ins genossenschaftliche Wohnen zu wagen.
Unser Rat: Informieren Sie sich, tauschen Sie sich mit Genossenschaftsbewohnern aus und probieren Sie es aus! Viele, die diesen Weg gegangen sind, sagen: „Ich würde nie mehr anders wohnen wollen.“ Wenn Mieten Sie frustriert und Kaufen unerreichbar scheint, dann ist vielleicht in einer Genossenschaft Ihr neues Zuhause zum Greifen nah.
Trauen Sie sich – die Gemeinschaft wartet schon auf Sie! Viel Erfolg bei der Suche und auf dem Weg zu einem positiven, erschwinglichen Wohnen mit Zukunft.